zur StartseiteAltbausanierung

Wir planen die Sanierung Ihres Altbaus gesamtheitlich in Bezug auf Gebäudesubstanz und Versorgungstechnik.
Wir legen Wert auf die Kopplung von Instandsetzungsmaßnahmen und Energieeinsparung.
Im Altbau ist es ungleich anspruchsvoller als im Neubau, den Heizwärmebedarf zu minimieren, da traditionelle Gebäude nicht auf den energiesparenden Einsatz ausgelegt sind. Die Sanierungspraxis zeigt, dass mit einem vertretbaren Aufwand der Heizenergiebedarf um 50 bis 60% reduziert werden kann. Damit ist ein Heizwärmebedarf von weniger als 10 Liter Heizöl je m2 erreichbar.

Ein großer Erfolg sind, die durch Sanierung erzielten „3-Liter-Häuser“. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die im Neubau erprobten Passivhauskomponenten eingesetzt.

Empfehlung für die einzelnen Bauteile:

Fassade:

Bei anstehender Sanierung sollte auf jeden Fall eine Außendämmung mit einer Dämmstärke von mindestens 10 cm (s.o.) erfolgen, um den Wärmedurchgangswiderstand (U-Wert) auf mindestens 0,3 W/m2K reduzieren. Eine Verlängerung der Außenwanddämmung nach unten über die Unterkante der Kellerdecke (Perimeterdämmung) vermeidet eine Wärmebrücke im Sockelbereich. Balkonplatten und andere Kragungen sind separat zu dämmen. Bauphysikalisch optimal ist eine zeitgleiche Fenstererneuerung im Zuge dieser Sanierungsarbeit.

Fenster:

Die Position des Fensters wird soweit wie möglich nach außen in die Dämmebene verlagert. Die Fenster- laibung wird, soweit technisch möglich, im Zuge der Außendämmung gedämmt. Luftdichte Anschlussdetails verhindern unerwünschte Kondensation durch einströmende Kaltluft im Innern.

Neue Fenster sollten einen Uw- Wert von 1,1 bis 1,5 W/m2K inklusive Rahmen nicht überschreiten.

Dach:

Die Stärke des Dämmmaterials sollte bei Dachsanierungen mindestens 16 cm betragen, um einen U-W von mindestens 0,25 W/m2K zu erreichen. Schrägdächer können unter, zwischen und / oder auf dem Sparren gedämmt werden. Das Problem bei vielen gedämmten Dachgeschossen liegt darin, dass häufig nur einige Zentimeter Dämmung eingebaut wurden. Bei einer anstehenden Dachsanierung sollten die häufig zu gering dimensionierten und winddurchlässigen Dämmungen beibehalten werden und um eine neue winddichte Dämmebene ergänzt werden. In diesen Fällen sollte auf jeden Fall eine Tauwasserberechnung durchgeführt werden, um Bauschäden aufgrund bauphysikalischer Fehler zu vermeiden.

Empfehlungen für Heizungsanlagen:

Bei der Heizungsanlage ist die regelmäßige Wartung wichtig. Steht eine Heizungserneuerung an, besteht die Möglichkeit, auf schadstoffärmere Brennstoffe und effiziente Technik umzustellen: Empfehlenswert sind Gas-Brennwertgeräte oder das Heizen mit erneuerbarer Energie in Form von Holzpellets.

Die Kombination mit einer Solarthermieanlage ermöglicht es, unabhängig vom Heizsystem, die Warmwasserbereitung im Sommer zu 100% solar zu bewerkstelligen.

Blockheizkraftwerke

Sehr effiziente Anlagen sind auch Blockheizkraftwerke (BHKW), bzw. Kraft-Wärme- Kopplungs-anlagen. Diese stellen gleichzeitig zur Heizwärme für das Gebäude auch elektrische Energie bereit. Allerdings erweist sich diese Variante aus wirtschaftlichen Gründen (zu geringe Stromeinspeise-vergütung) oft nur dann als interessant, wenn der erzeugte Strom und die Wärme direkt an die Gebäudenutzer verkauft werden. Man spricht hier von der sogenannten Objektversorgung. Als Dimensionierung sollte die thermische Leistung der KWK-Anlage 20 % der gesamten thermischen Leistung des Gebäudes nicht überschreiten. Somit ist ein Grundlastbetrieb der Anlage mit entsprechenden Laufzeiten gewährleistet